Die Wahl des passenden Verkehrsmittels

Gefahrgut transportieren und was dabei zu beachten ist

Unter Gefahrgut zählen beispielsweise Sprengstoffe, Feuerwerkskörper, Gase und Gasgemische, entzündbare flüssige und feste Stoffe sowie Gemische mit selbstentzündlichen Stoffe. Als Gefahrgüter gelten weiterhin Benzin, Heizöl, bestimmte Düngemittel und sogar nicht eingebaute Airbags (Explosionsgefahr). Auch Klinikabfälle fallen wegen der Infektionsgefahr unter Gefahrgut. Darüber hinaus zählen auch radioaktive Stoffe aller Art (z.B. für medizinische und technische Anwendungen) hierzu. Gefahrgut zu transportieren, ist sehr kostenintensiv. Üblicherweise werden die Kosten hierfür auf die Kunden, in den meisten Fällen die Versender, umgelegt, sodass bei manchen Firmen Gefahrgutzuschläge pro Sendung anfallen können. Um Gefahrgut transportieren zu können, gibt es Vorschriften und Regelungen, an die sich jeder halten muss.

Der Transport gefährlicher Güter unterliegt gesetzlichen Bestimmungen und Voraussetzungen. Der Transport muss natürlich in erster Linie sicher erfolgen. Dies muss gewährleistet sein, ansonsten stelle dies eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Die gesetzlichen Bestimmungen beinhalten ein komplexes Regelwerk mit diversen Vorschriften, um Gefahrgut zu transportieren. Die Vorschriften nehmen Bezug auf die Verpackung, die Kennzeichnung, die Dokumentation und die Klassifizierung von Gefahrengütern. Des Weiteren umfassen die Vorschriften auch Regelungen zum Umgang mit dem Gefahrengut während des Transportes und die Sicherung der Ladung auf dem Fahrzeug.

Einteilung in 9 Gefahrgutklassen
Gefahrengut wird in neun Gefahrgutklassen eingeteilt, wobei hier exakte Sicherheitsmaßnahmen beschrieben sind, je Gefahrgutklasse. Es ist festgelegt, in welcher Art und Menge die gefährlichen Güter transportiert werden dürfen. Zusätzlich werden Informationen zur ordnungsgemäßen Dokumentation und zur Erforderlichkeit eines entsprechenden Beförderungspapiers, sowie zur schriftlichen Weisung bei den Transporten für Gefahrgüter definiert. Die Bestimmungen sind länderspezifisch und gewährleisten die Sicherheit, wenn man Gefahrgut transportieren möchte.

Der Transport
Ohne entsprechende Schulungen sind keine Gefahrguttransporte mit dem LKW möglich. Ein Transport mit Gefahrgut darf nach den Richtlinien nur dann vollzogen werden, wenn sämtliche an dem Transport beteiligten Personen entsprechend geschult sind. Nicht jeder kann also gefährliche Güter in der Öffentlichkeit befördern. Ein Beförderungsschein ist in der Regel absolute Voraussetzung für jeden Fahrer von Gefahrguttransporten. Bevor ein LKW-Fahrer berechtigt ist, Gefahrgut transportieren zu dürfen, muss er also an einer entsprechenden Schulung teilnehmen und diese erfolgreich durch Prüfung beenden. Nur bei erfolgreichem Bestehen dieser Schulung wird dem Fahrer der Schein ausgestellt. Dieser ist sodann absolut notwendig und eine Pflicht für die Abhandlung von gefährlichen Transporten. Die derartige Bescheinigung zur Beförderung von Gefahrgut gilt zumeist für maximal fünf Jahre. Eine Verlängerung ist nur erhältlich, wenn man einen Auffrischungskurs absolviert.

Zu beachten
Für den Transport bestimmter Gefahrgutklassen, beispielsweise bei der Klasse 1 (Stoffe, die explosiv sind) und der Klasse 7 (Substanzen, die radioaktiv sind) und auch für Stoffe, die flüssig oder gasförmig sind und per Tanklaster befördert werden, ist ein zumeist eine spezielle Schulung in Form eines Aufbaukurses notwendig.

Wenn Sie mehr zum Thema erfahren möchten, können Sie Seiten wie z. B. von der transLink.ch AG besuchen.


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